Entstehungsgeschichte
Die Geschichte des Großmarkts geht weit zurück. 1916 wurde ein neuer Viktualienmarkt – also Lebensmittel-Großmarkt – im Bereich des Naschmarkts beim Wienfluss errichtet. Ohne Bahnanbindung wurde hier vorrangig Obst und Gemüse aus dem Inland verkauft. Ausländische Ware wurde auf dem infrastrukturell besser gelegenen Matzleinsdorfer Frachtenbahnhof gehandelt.
Platzmangel und erhöhtes Verkehrsaufkommen gaben schließlich Anlass, diese beiden Märkte sowie den Blumengroßmarkt in der Phorushalle auf der Wieden umzusiedeln. In nur vier Jahren Bauzeit wurde auf einem Areal von rund 30 Hektar der „Großgrünmarkt Wien – Inzersdorf“ errichtet und 1972 in Betrieb genommen. Zum ersten Mal konnten Blumen und Lebensmittel in Hallen, Gebäuden und auf Freiflächen an einem gemeinsamen Standort gehandelt werden.
2007 wurde der Fleischmarkt St. Marx im 3. Bezirk aufgelöst und nach Inzersdorf, in die Fleischhalle, übersiedelt.
Beinahe 50 Jahre wurde der Großmarkt von der Magistratsabteilung MA 59, Marktamt betrieben. Seit 1. Jänner 2019 ist die GMW Großmarkt Wien Betrieb GmbH, ein Unternehmen der Wien Holding, für die Verwaltung und Entwicklung des Marktareals zuständig. Seither wurden diverse Modernisierungsprojekte, wie das Zufahrtssystem mit Videoüberwachung des gesamten Marktareals, sowie neue Serviceleistungen wie E-Tankstellen etabliert.

